Leseparadies
Bücherinseln  
  Home
  Bücher
  Zitate
  Schreibwerkstatt
  Buch des Jahres
  Das Goldene Lesezeichen
  Forum
  Links
  Gästebuch
  Umfragen
  News
  Newsletter
  Kontakt
  Das Team
  Impressum
  Copyright by Leseparadies 2007
Hass Mich
"

Titel: Hass Mich
Autor: Esther
Thema des Textes: Unglückliche Liebe
Art des Textes: Dramatik
Eingeschickt am: 30. September 2007

Hass Mich


Ich gehe einen Gang entlang, er erstreckt sich dunkel vor meinen Augen und scheint so endlos zu sein. Auf beiden Seiten, an der Wand, ist immer wieder das gleiche Wort geschrieben: TOD!
Es ist nicht nur ein Wort, es ist wie eine stille Aufforderung. Es ist fast als würden diese Wände nach einer Entscheidung schreien, eine Entscheidung, die ich noch nicht treffen kann.
Ich bin überfordert, fange selbst an zu schreien, dann breche ich zusammen,als könnte ich unter der Last meines eigenen Ichs nicht mehr stehen. Verängstigt und weinend kauere ich am Boden, wie ein kleines Kind, dass nach seiner Mutter schreit. Wie demütigend das Leben doch sein kann, und doch fällt es so schwer loszulassen.
Plötzlich höre ich das Rufen einer vertrauten Stimme, der schönsten Stimme, die ich je gehört habe. Sie ruft meinen Namen, immer wieder . Und dann sehe ich durch meine verweinten Augen endlich den Menschen, dessen wunderbare Stimme mir so gefehlt hat! Ich habe dich so vermisst! So sehr!
Ich versuche aufzustehen, will dich in den Arm nehmen, doch schon beim Versuch aufzustehen breche ich wieder zusammen. Verdammt! Wieso kann ich mich nicht einfach hinstellen, auf meine gottverdammten Beine und dir sagen, wie sehr ich dich brauche? Ich kann nicht, doch ich will es! Aber du lässt es nicht zu, zu sehr habe ich dir weh getan....
Und jetzt tust du mir weh, so schrecklich weh und ich versuche nicht einmal mich dagegen zu wehren, weil ich weiß, dass ich es so verdient habe! Ich weiß, dass mein Leben erst dann wieder einen Sinn macht, wenn du mich so lange gedemütigt und mit deinen harten Worten getreten hast, bis ich tot daliege. Innerlich tot.....
Ich bin tot ohne je gestorben zu sein, du hast mich umgebracht ohne mich je getötet zu haben. Aber ich brauche das, ich WILL dass du mich tötest, immer wieder; erst dann fällt es mir leicht dich loszulassen, erst, wenn du mir in die Augen schaust und sagst, dass du mich hasst und nichts für mich empfindest, erst wenn du mich bis zum Wahnsinn hin verachtest und geleugnet hast, werde ich wieder leben können! Äußerlich.....
Innerlich werde ich nie wieder leben, nicht ohne dich......
Schlag mir ins Gesicht und schrei wie sehr du mich hasst, damit ich endlich sterben kann, wieder auferstehen...... Tritt mir so lange gegen meinen Kopf, bis alle Gedanken an dich verschwunden sind, solange, bis ich nie wieder an dich denken muss...... damit ich endlich aufhören kann für dich zu empfinden..... reiß mir mein Herz raus, denn es schlägt nur für dich.
Denn dann erst kann ich sterben, denn so lange ich lebe, lebe ich nur für dich, obwohl ich eigentlich schon längst tot bin........
Ich bin tot ohne je gestorben zu sein, du hast mich getötet ohne mich je umgebracht zu haben.

 

Hier kannst du Kommentare zu diesem Text lesen und abschicken




Zurück zur Schreibwerkstatt
Uhrzeit  
   
Werbung  
  "  
Buchtipp  
  Leseparadies empfiehlt:

Seit wenigen Wochen auf dem Markt und schon ein unglaublicher Erfolg:

Titel

von AUTOR

Tintentod


BESCHREIBUNG BESCHREIBUNG

Der überwältigende Abschluss der Tintenwelt-Trilogie!

 
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=